Stephan Maus
  
Hauptsache, in der Hölle gibt's Einzelbüros.
Hanno (Wowbagger) Gardemann
  
Also zu den Wettbewerbsentwürfen kann ich nichts sagen, weil ich die Vorgaben der Auslober (Raumprogramm usw.) nicht kenne. Mir gefallen die Visualisierungen auch nicht besonders gut.
Ausserdem kenne ich die reale Situation in München nicht aber imho ist alles besser als so nen Irrsinn wie man in Berlin mit dem Nachbau vom Stadtschloss veranstaltet.
Aber für historisierendes Disneyland spendet der Michel ja gerne.
Das Architektenbüro mit Glastrennwänden wurde Anfang der Sechziger von Peter Neufert geplant und gebaut. Und wenn man sich dran gewöhnt hat, wars nicht mal übel.
Im Büro Walter von Lom hatten wir sogar Glasböden und -Stufen im Treppenhaus.
((-;

Peter Neufert – Wikipedia


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Peter Hermann Ernst Neufert (* 11. April 1925 in Freyburg an der Unstrut; † 27. Dezember 1999 in Köln) war ein deutscher Architekt. Peter Hermann Ernst Neufert wurde 1925 als ältester Sohn von Ernst Neufert und seiner Ehefrau Alice Spies-Neufert in Freyburg an der Unstrut geboren. Als er zehn Jahre alt war, wurde die Ehe der Eltern geschieden. ...
Walter von Lom – Wikipedia

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Walter von Lom (* 16. Juli 1938 in Krefeld) ist ein deutscher Architekt. Walter von Lom wuchs in Wiesbaden und Bonn auf. Er studierte Architektur an der Rheinisch Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und schloss mit Diplom ab. Er war verheiratet mit Ursula von Lom (* 14. Juli 1938; † 10. Februar 2012). Sie begleitete und organisierte sein...
Christoph Schaddach
 from Diaspora
@Hanno Gardemann ja DAS Haus ist geil: erinnert an Lego - Großbausteine: aber warum nicht ? Da sieht man noch klare Form und Funktion: und eigene Gedanken:
(was ich bei den verklemmten und dennoch groß aufbetonierenden heutigen Modeobjekten meist nicht sehe). So ein Haus macht spaß ? Und das schon um 1960 schon: mit komplett verglaster Gartenseite (auf obigem Bild nicht sichtbar): da sieht man, was sich seither NICHT verbessert hat: wenn die heutigen eher be .... scheidener ausschauen, und dennoch nicht schöner.
Christoph Schaddach
 from Diaspora
Bei den Großraumbüros habe ich nachgedacht: Daß damit fast doppelt so viele Sklaven pro Fläche passen, ist für Auftraggeber wohl unwiderstehlich . Wenn man sich dies Standard - Vierertische vorstellt: pro Nase 1,50 bis 1,80 Breit, Tisch vielleicht 80 tief und dahinter 1 m Bewegungsrauf: und der nächste gleich gegenüber: So eng, auf ca. 1,80 x 1,80 m, oder wenns hoch kommt 2 x 2 m könnte man nie Einzelbüros bauen, ohne volle Klaustrophobie auszulösen: außer vielleicht in Japan. Natürlich ist der Platz im Großraumbüro ein BISCHEN mehr, irgendwo gibts noch Schränke, aber das sonstige (Flure und Kopierer und Kaffeeautomat) hätte man bei Einzelzellen auch.

VERGLASTE Einzelkabinen sind dann wohl ein Mittelding: durch das Glas wird der Lärm etwas geringer, wenn alle durcheinander telefonieren, und die Klaustrophobie ist nicht so schlimm, und alle kriegen noch Licht ?

Für all das gibt es sicher schöne Worte dafür: Erlebnis - Räume für Kommunikation, Offenheit, und Transparenz kommunikativ offener Firmenkultur, mit denen man das verklären kann:

Dabei gilt in dem Fall wohl einfach Form follows money: selbst wenn die Lohnsklaven im Großraumbüro wegen Dauerstress 7 % weniger leisten, ist 33 % weniger Raumkosten pro Nase gerade in teuren Städten doch rentabel ? zumal für jeden Controller, Betriebswirt und sonstigen Sparfuchs die 7 % Minderleistung kaum greifbar, (die sollen sch halt mehr Mühe geben), die 33 % weniger Raumkosten hingegen einfach kalkulierbar sind.

Neuester Trend: man braucht nicht mal für jeden einen eigenen Schreibtisch: weil kaum alle gleichzeitig da sind.

Bei wirklich teurere Mitarbeitern könnte hingegen das Einzelbüro rentabler sein.